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da schreibe ich noch, dass es bei Union nun Hammerneuzugänge gibt (Bemben und Gebhardt wurden nun entgültig bestätigt) und dann das:

Mitteilung des 1. FC Union Berlin e.V.
Im Rahmen der angekündigten Umschichtung des Etats zur Stärkung der ersten Herrenmannschaft hat das Präsidium des 1. FC Union Berlin e.V. am heutigen Tage die Mitarbeiter des Vereins entsprechend informiert. Ab dem Beginn der nächsten Saison 2007/2008 werden die Stellen des Sicherheitsbeauftragten und des Fanbetreuers nicht mehr hauptamtlich besetzt. Die Stellen des Mitgliederbeauftragten und des Ticketingverantwortlichen werden zu einer Stelle zusammengefasst. Die Stelle des Pressesprechers entfällt. Dessen Aufgaben werden auf bestehende Strukturen umverteilt. Diese Maßnahmen haben Gültigkeit bis zum Erreichen der 2. Bundesliga durch die erste Herrenmannschaft.

Die Aufwendungen für das Nachwuchs-Leistungszentrum werden in der kommenden Spielzeit reduziert. Bis Dezember 2007 wird das Nachwuchs-Leistungszentrum einer Wirtschaftlichkeitsberechnung unterzogen. Im Ergebnis der Analyse wird über die weitere freiwillige Aufrechterhaltung des Nachwuchs-Leistungszentrums entschieden. Die Aufrechterhaltung einer Amateur- und Nachwuchsabteilung steht dabei außer Frage. Der 1. FC Union Berlin e.V. wird auch in Zukunft seiner sozialen und gesellschaftlichen Verantwortung im Bereich des Kinder- und Jugendsportes nachkommen.

Oh mein Gott! Geht das schon wieder los? Wir haben zwar die Lizenz bekommen, aber jetzt wird plötzlich in der Administration und v.a. an unserer unglaublichen Jugendarbeit gespart. Wo soll das enden? Wollen wir den evtl. drohenden finanziellen KO mit einem sportlichen Aufstieg in die 3. oder sogar 2. Liga abwenden, weil es sonst zu spät ist? Ich hoffe es nicht, bin aber sehr nachdenklich :-(

ist schon der geilste! Vor nichtmal 14 Tagen gab’s nach den Abgängen von Biermann, Fussballgott „Texas“ Teixeira und anderen noch keinen Neuzugang für die neue Spielzeit (und gleichzeitige Qualifikation für die dann eingleisige 3. Bundesliga) zu vermelden und die Fans im Forum des Vereins machten sich schon gegenseitig unruhig und auch fertig – so würde man in Windeseile wieder absteigen. Nebenbei wurde vom Präsidium schon die fast sichere Erteilung der Lizenz verkündet und damit dem ungeliebten DFB und seiner Entscheidung als Lizenzerteiler vorgegriffen. Der Weltuntergang war nahe :-P
Nun, am 26.06. stehen einige Topzugänge fest: Younga-Mouhani kam von Rot-Weiss-Essen, Spasskov von Holstein Kiel, nun wohl auch noch Michael Bemben (ebenfalls aus Essen) und Marco Gebhardt aus Saarbrücken. Nach einem weiteren Stürmer wird noch gefahndet. Nebenbei meldete der DFB, dass alle Regionalligisten die Lizenz für die kommende Spielzeit erhalten! Olé!
Und wat machen die Fans? Die träumen schon wieder vom Aufstieg… Nicht ganz so schlimm wie beim FC aus Kölle, aber mindestens mit genauso viel Herzblut dabei, so sindse die Eisernen!

unveu – und niemals vergessen: EISERN UNION!

Letzten Sonntag 6:30 in der Früh. Wir wanken ziemlich betrunken von einem Club in der Innenstadt nach hause und kommen dabei an der grossen Hauptverkehrsstrasse 18 de Julio vorbei. Auch dort befindet sich offensichtlich ein Club und ein Typ steigt in irgend so einen abgewrackten älteren Toyota und lässt die Reifen bei angezogener Handbremse ordentlich qualmen. Wir denken schon: „Alles klar, geiler Typ!“. Die Show war allerdings noch nicht vorbei. Nach gefühlten 5 Minuten Reifenverschleiss am Strassenrand (ich war ja sowas von beeindruckt ;-) !!!) merkte er offensichtlich, dass die meisten eher gelangweilt waren und zischte ab. 100 m geradeaus, dann links an der ersten Kreuzung rein und weiter gehts… Nur leider …..
… leider war er mit bestimmt 70-80 km/h um die Kurve gebraust, wurde wegen der Fliehkräfte etwas „rausgetragen“ und knallte in vollem Tempo gegen den herumstehenden Müllcontainer. Wie im Film!!! Da konnte man mal richtig feixen. Der Typ natürlich weiterhin unbeeindruckt, setzt kurz zurück und fährt einafch weiter :-P . Klasse Bursche! Er hatte bei seiner (unabsichtlichen) Aktion einige Zuschauer, verursachte eine ordentliche Beule im Container und bestimmt auch so einige Kratzer an seiner Karre und wir hatten einen denkwürdigen Abschluss unseres Tages…

Heute gehts los! Noch knapp 8 Stunden dann startet die Copa America, das Äquivalent zur Europameisterschaft, in Hugo Chavez’ Venezuela. Die erste Partie ist gleich mal Uruguay – Perú und alle sind ziemlich zuversichtlich, dass die Uruguayos gute Chancen auf den Titelgewinn haben… Nun, ich glaube das noch nicht, denn wenn ich mir das Aufgebot von Argentinien so anschaue – nur die absoluten Stars, da will’s jemand wissen! Messi, Tevez, Riquelme, Ayala, Mascherano, klingt schon gut. Die Brasilianer lassens eher ruhig angehen und ihre absoluten (Welt-)Stars sind in Europa geblieben. So liest sich die B-Elf so: Robinho, Gilberto Silva, Diego, Juan, Daniel Alves und Fred, naja… Wen hat Uruguay denn so zu bieten? Ok, Forlán, Recoba und den deutschen Legionär D. Rodriguez, klingt jetzt nicht so nach Titelgewinn für mich, aber lassen wir uns überraschen. Morgen kommts gleich zum ersten Kracher: Mexiko – Brasilien. Lasst die Spiele beginnen!

P.S. kleine Anekdote am Rande: der südamerikanische Verband CONMEBOL hat der Hauptstadt Caracas aus „Sicherheits- und Kapazitätsgründen“ das Halbfinale entzogen und nach Maracaibo verlegt. Könnte auch damit zusammen hängen, dass Staatspräsident Chavez eine Grossdemonstration von Oppositionellen während der Zeit befürchtet. Man stelle sich das nur mal im nächsten Jahr bei der EM in der Schweiz und Österreich vor :-P

Copa-Seite auf spanisch

gibts auch diesen Monat wieder in der Cinemateca. Nachdem wir schon den aktuellen Gewinner der Goldenen Palme von Cannes „The wind that shakes the barley“ sahen, folgten jetzt Orson Welles’ „Touch of evil“ von 1958 (grossartig diese Kameraführung – Nebenrolle von Marlene Dietrich) und die frühen Klassiker von meinem Lieblingsregisseur Stanley Kubrick, z.b. „Path of Glory“ – sein grosser Durchbruch von ‘57. In den nächsten Tagen folgen dann Kubrick’s Meilensteine Spartacus, Dr.Seltsam, 2001 – Odyssee im Weltraum, Uhrwerk Orange, Barry Lindon, Shining, Full Metal Jacket und Eyes Wide Shut – was für ein Fest für mich! Der absolute Leckerbissen der letzten Tage war aber ohne Zweifel eine Version von Emil und die Detektive. 1931 gedreht, mit bestimmt tollen Special-Effects für die damalige Zeit und einem Humor, der u.a. von den klasse Dialogen kam. Man kann das nicht beschreiben, aber es ist schon sehr surreal einen deutschen Film von 1931 76 Jahre später in Uruguay auf deutsch mit spanischen Untertiteln zu sehen und dort zu lesen: „Dale fuerte, Emil!“ – soviel wie „Gib’s ihm richtig!“ oder ein ein Zitat von Pony Hütchen: Ein Mädchen gehört um diese Zeit in die Klappe, was wohl damals das Wort für Bett war… ;-) Hier lernt man noch was, hehe.

Gestern war eine Fahrradtour angesagt. Ok, das Wetter war jetzt nicht berauschend, aber es ging. So um die 10 Grad reichen ja. Mein neuer Mitpraktikant Henrik und ich haben uns halt die Fahrräder geschnappt und sind einfach mal drauf losgefahren. Mitten durch die Stadt mit dem Ziel Cerro – sprich dem Hügel innerhalb der Stadtgrenze von dort hat man einen ziemlich guten Blick. Fahrradwege existieren in Uruguay natürlich nicht, also muss man entweder auf der Strasse mitgondeln oder über den Bürgersteig, der allerdings nicht sehr fahrradfreundlich ist, ausweichen. Wir haben uns dabei für die Strasse entschieden und fuhren vorbei an mehr oder minder schönen Gebäuden (manchmal auch sehr schönen Bürgerhäusern) neben den stinkenden Bussen, den z.T. ziemlich alten Autos und den rücksichtslosen Motorradfahrern. Irgendwann machte dann die Eisenstange meines Sattels schlapp. Sie bog einfach (unter meinem Gewicht? ;-) ) nach hinten, als wäre sie aus Papier. Na klasse! Also mussten wir irgendwie eine Werkstatt auftreiben. Haben wir dann auch geschafft – allerdings war es eine Autowerkstatt, naja, man kann es ja mal versuchen. Der ältere Herr war sehr (sehr, sehr) freundlich, fragte uns woher wir kommen würden, richtete die Stange wieder und so plauschten wir mit ihm so ungefähr ne halbe Stunde. Dabei ging es dann um seinen Aufenthalt in Miami, Deutschland, Uruguay, die umliegenden Staaten hier in Südamerika, Korruption, unser Praktikum und Studium in Deutschland usw. Das war äusserst amüsant. Wir hielten ihn also mehr als eine halbe Stunde von der Arbeit ab und zum Dank nimmt er noch nicht mal Geld an und schenkt uns zu allem Überfluss noch einen grossen Stadtplan Montevideos, damit wir den Cerro besser finden würden. Wie liebenswert! Weiterhin meinte er, wir sollten uns vor den kleinen Bettlers-Kindern fernhalten – selbst die Uruguayos haben Respekt vor denen – sie wissen wohl warum… Also gings weiter und als wir dann in dem Stadtteil Cerro angelangt waren, war mir eher nicht mehr so wohl zumute. Wir, als vergleichsweise „reiche“ Europäer mit unseren Markenklamotten, Kameras, Rucksäcken (Achtung: perfekt zum Erkennen von Touris!) und weiss Gott nicht zerlumpten Kleidern fuhren vorbei an Favelas und durch ein Viertel, das ich so nach Dunkelheit nicht unbedingt betreten würde. Manche schauten uns etwas seltsam an, aber es passierte nichts. Aber wenn man solche Behausungen gesehen hat, dann wird man schon nachdenklich und vergegenwärtigt sich seiner tollen Situation im reichen Mitteleuropa aufs Neue. Hier „hausen“ also die Menschen, die mit ihren Pferdekarren durch die Strassen ziehen, um Brauchbares aus den Müllcontainern zu holen und dies dann zu verwerten. Ein bitteres Schicksal… Vor allem vor dem Hintergrund des aktuellen G8-Gipfels und der allgemeinen Hochkonjunktur der Weltwirtschaft.
Auf dem Rückweg ging es vorbei an einer chemischen Grossproduktionsanlage und dem Hafenbecken bis zur Rambla, wo wir uns teilten und dann nach Hause fuhren. Allerdings hörte uns ein Uruguayo offensichtlich auf Deutsch reden und so sprach er mich kurz danach an. Was ich denn hier machen würde und ob ich aus Deutschland sei, fragte er mich. So kamen wir ins Gespräch und ich erfuhr, dass seine Freundin aus Hamburg kommt und er auch schon ein paar Mal in Deutschland war. Das erklärt auch seinen sehr guten Deutschkenntnisse. Sonst sprachen wir noch ein bisschen über meine Eindrücke hier, die unterschiedlichen Kulturen, Berlin (er liebt diese Stadt – kann ich verstehn ;-) ) und auch ein bisschen über Privates. Dabei erzählte er mir,dass es eben schwierig mit ihrer Fern-Beziehung sei, denn er arbeitet hier für den Staat als Rechtsanwalt und sie hat eine gute Stelle in Frankfurt. Ausserdem hätte sie hier nicht so gute Chancen eine gleichwertige Arbeit zu finden, er müsste für Deutschland u.a. seine sichere Stelle aufgeben und im Moment bekommt er nur eine Aufenthaltsgenehmigung für 3 Monate. Alles sehr kompliziert, aber mit Fern-Beziehungen kenne ich mich ja aus ;-)
So quatschte ich auch mit ihm wieder eine gute halbe Stunde und kam irgendwann nach Hause , wo ich meinen Mitbewohner und seine (neue) Freundin schon in Sorge um mich vorfand, da die Gegend um den Cerro doch nicht sooo besonders sei… Hm, das habe ich leider auch gesehen :-(

ab jetzt werden die Photos unter Seiten -> Photos (Link) -> Photoseite (wieder ein Link) zu finden sein. Nötig wird dies durch ein Speicherplatzproblem auf dem vorherigen Medium Flickr, welches sich direkt unter dem Photos-Link befindet.

zusätzlich neue Photos von Montevideo!

„El Xeneize está muy cerca de conseguir su sexta Copa Libertadores“ titelt die heutige Online-Ausgabe der argentinischen Zeitung Clarín. Denn gestern hat Boca im Hinspiel des Finals der Copa Libertadores in der Bombonera ein starkes 3:0 über Grêmio Porto Alegre gefeiert. Als überragender Mann konnte sich dabei Juan Román Riquelme auszeichnen, war er doch an allen 3 Toren beteiligt. Nummer 1 und 3 bereitete er vor, das Zweite dagegen haute er mit einem direkt verwandelten Freistoss selbst in die Maschen. Dazu passt noch, das es sein letztes Spiel in der Bombonera war und er nach der Copa wieder nach Europa zurückkehren wird. Die Fans feierten ihn natürlich überschwänglich. Nächste Woche kommt es nun zum Rückspiel in Porto Alegre aber selbst in Brasilien haben die Zeitungen nur noch wenig Hoffnung auf einen Titelgewinn Grêmios. So scheint alles bereit zu sein für den sechsten Titelgewinn Bocas, davon 4 in den letzten 8 Jahren.

Von Florianopolis gings dann wieder in einer Nachtfahrt ins „nahe“ gelegene Porto Alegre, Hauptstadt des Bundesstaates Rio Grande do Sul. Dort fühlen sich die Menschen eher der „Gaucho“- als der brasilianischen Kultur zugewandt, trinken dementsprechend Mate und sagten sich im 19. Jahrhundert auch schonmal von Brasilien los, da sie eine stärkere Affinität zu ihren Nachbarn Uruguay und Argentinien spürten. Das ist heute allerdings Vergangenheit. Wie im ganzen Süden Brasiliens sieht man hier vor allem Weisse und keine Schwarzen, was mich zuerst eher verblüfft hat, aber auf die regionalen Einwanderbewegungen zurückzuführen ist. Im Norden Brasiliens um Recife oder Salvador da Bahia lebt der grösste Teil der sogenannten afrobrasilianischen Bevölkerung (eben verschleppte „Einwanderer“ aus Afrika) und im Süden dann vorwiegend die ehemaligen europäischen Einwanderer. So gibt es auch in Rio Grande do Sul viele Deutsche bzw. Brasilianer mit deutschen Wurzeln, was sich zum Beispiel an solch lustigen Städtenamen wie Novo Hamburgo oder São Leopoldo zeigt. Aus der Region stammen 90 % des brasilianischen Weinanbaus, was vor allem auf italienische und deutsche Einwanderer zurückgeht.
Wir kamen also am frühen Sonntagmorgen um 6:00 in Porto ALegre an und es war arschkalt! Zudem war kaum jemand auf der Strasse… Welch armseliges Bild gab die Stadt da ab. So schauten wir uns einige nette Sachen an und die Zeit verging so langsam, aber alles in allem war diese Stadt nicht sooo erwähnenswert. Sie hat auch 2 sehr bedeutende Fussballvereine, nämlich Gremio (übrigens im Moment im Finale der Copa Libertadores gegen Boca Juniors) und Internacional, die den Weltpokal letztes Jahr gegen Barcelona gewannen. Ansonsten sahen wir uns noch einen interessanten Friedhof an, bei dem die Grabsteine in die Mauer gemeisselt werden. Auf diesem Friedhof müssen es Tausende gewesen sein! Am Abend machte ich mich dann wiederum zu einer Nachtfahrt nach Montevideo auf, das ich dann am Montagmorgen nach 10 stündiger Fahrt erreicht habe. Damit war mein 2 wöchentlicher Trip beendet!

Florianopolis, die Hauptstadt des Bundestaates Santa Catarina erreichten wir wiederum nach einer dreistündigen Fahrt durch wunderschönes brasilianisches Mittelgebirge. Die Fahrt führte uns immer sehr nah am Atlantischen Ozean vorbei, durch grüne Berge und vergleichsweise ruhige Ortschaften. Diese Gegend, wie der gesamte Süden Brasiliens, wird sehr stark von europäischen Einwanderern geprägt. So gibt es z.B. einen ziemlich grosse Stadt namens Blumenau, in der ehemals fast nur deutsch gesprochen wurde und die auch heute noch ein weltberühmtes Oktoberfest beherbergt. Angeblich ist es das zweitgrösste Volksfest Brasiliens nach dem Karneval in Rio.
Die Stadt Florianopolis selbst ist auf einer dem Festland vorgelagerten Insel gelegen, die beträchtliche Ausmasse erreicht. Sie umfasst knapp 500 qkm, was in etwa halb so gross wie Berlin ist. Die Insel selbst ist durch 2 grosse Brücken mit dem Festland verbunden und besonders im brasilianischen Sommer, also unserem Winter, Ziel sehr vieler Touristen aus Argentinien, Uruguay und auch reicher Paraguayer. Im Winter dagegen gelten die ca. 100 Strände als nahezu ausgestorben und man ist unter sich. Wir kamen wie immer in einem netten Hostel unter und erkundeten die Insel die nächsten 3 Tage. So fuhren wir am ersten Tag einfach mal in den Norden der Insel und pickten uns den erstbesten Strand aus, den Praia dos Ingleses. Dort war fast keine Menschenseele, an Badende war also gar nicht zu denken, obwohl das Wasser gar nicht sooo kalt erschien. Versucht haben wir es aber auch nicht ;-) . So liefen wir einfach umher, wanderten auch auf einen der unzähligen Hügel, die zwar von unten ganz „easy“ aussahen, aber sich dann doch als schwieriger erwiesen. Alles ganz entspannt, es fühlte sich wirklich wie Urlaub an! Das Wasser war dabei so absolut blau und erinnerte fast ein bisschen an die Karibik, obwohl ich dort ja noch gar nicht war… Die Dörfer in der Gegend waren auch sehr still und nur die Einheimischen hielten sich dort auf. Am nächsten Tag machten wir uns ganz in den Süden der Insel auf, nach Pântano do Sul, ein verschlafenes Fischerdorf. Wieder kamen wir uns wie die einzigen Touristen vor, aber das hatte auch etwas sehr angenehmes. Da wir Hunger hatten, mussten wir einfach die Möglichkeit wahrnehmen den frischen Fisch zu probieren. Da wurde gleich mal ordentlich aufgestischt, sodass es natürlich viel zu viel war! Es gab Fisch, Salat, die berühmten schwarzen brasilianischen Bohnen, Suppe aus den Eingeweiden der Fische – eine Spezialität der Insel, Reis und Pommes Frites. Aber wie lecker, wirklich toll! Selten habe ich so gut gegessen. Natürlich war der Magen dann so voll, dass die anschliessende Wanderung hoch auf einen Berg zur Qual wurde. Es ging über Stock und Stein schön steil bergauf und ich wusste warum ich Wandern nicht gerade als mein Hobby bezeichnete… Aber es sollte sich lohnen, denn nur so konnten wir eine versteckte Bucht sehen, Lagoinha do Leste, die noch unberührter und ruhiger war. So wanderten wir also knappe 4 Stunden über felsiges Gelände auf und ab und sahen einiges in dieser Gegend, u.a. auch Geier und Surfer. Am letzten Tag fuhren wir an die Ostseite der Insel und hatten mal keine Lust auf Wandern. So relaxten wir einfach an einem Fischerort und den Dünen und räsonierten über das Leben. Am Abend mussten wir ja leider schon wieder weiter und so hiess es Abschied nehmen von diesem traumhaften Fleckchen Erde :-(